Presse

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Paderfreunde nehmen das Funktionsmodell der Wasserkunst in Betrieb

Im Beisein prominenter Gäste hat Dietrich Honervogt das Funktionsmodell der historischen Wasserkunst in Gang gesetzt. Der Vorsitzende des Vereins Freunde der Pader sah den Verein damit am Ende einer spannenden Reise: „Wir haben seinerzeit die Vision entwickelt, an historisch belegter Stelle ein Stück Pader-Geschichte erlebbar zu machen. Dies ist uns nun gelungen und darauf sind wir sehr stolz.“
Lange Jahre wurde von der Börnepader unterhalb der Abdinghof-Kirche durch die seinerzeit installierte Wasserkunst Paderwasser in die höher gelegenen Stadtgebiete gepumpt. Das Wasser wurde zur Brandbekämpfung und Brauchwasserversorgung genutzt. Honervogt machte anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme - die Funktionsfähigkeit hat die Anlage im Rahmen mehrwöchiger Tests bereits bewiesen - deutlich, dass die Realisierung mit einer Menge ehrenamtlicher Arbeit, aber vor allem durch die finanzielle Unterstützung vieler Menschen und Institutionen möglich war.
Nachdem durch die Paderfreunde 20.000 Euro aus privaten Spenden, darunter waren auch Zuwendungen der Heil- und Mineralquellen Germete GmbH aus Warburg und des Erzbistums Paderborn, eingeworben werden konnten, hatte die NRW-Stiftung die Aufstockung ihrer zugesagten Förderung von 40.000 auf 60.000 Euro bestätigt.
Für die NRW-Stiftung nahm das Vorstandsmitglied Eckhard Uhlenberg MdL, Vizepräsident des Landtags NRW und Staatsminister a. D., an der Einweihung im Paderquellgebiet teil. Er lobte das Engagement der Paderfreunde, diesen „für Paderborn wichtigen historischen Baustein durch die Errichtung des Funktionsmodells der Wasserkunst wieder in die Köpfe der Bevölkerung aber auch der Gäste zu bringen.“
Zwei technische Herzstücke bilden den Kern der Anlage: Das weithin sichtbare Edelstahl-Wasserrad mit einem Durchmesser von 4,30 Meter und einem Gewicht von 2,9 Tonnen wurde in rund 250 Stunden von Mitarbeitern des Paderborner Unternehmens Gebrüder Lödige Maschinenbau GmbH als Einzelstück zusammengeschweißt, gerichtet und geschliffen.
Das Rad treibt eine Zwei-Kolben-Pumpe mit einer maximalen Pumpleistung von 100 Litern pro Sekunde an. Dazu gehören ein Edelstahlrahmen und eine Einhausung mit Sicherheitsglas. Diese Pumpe wurde als Einzelstück von der Wiechmann-Vieth Dreherei GmbH aus Delbrück-Bentfeld hergestellt.
Maßgeblich beteiligt an dem Paderfreunde-Projekt waren das Architekturbüro Völse aus Borchen und das Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn.

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Eckhard Uhlenberg MdL, Michael Dreier und Dietrich Honervogt (v. l.) öffnen die Wasserzufuhr.

Foto: Heiko Appelbaum

Blinde Menschen an das Wasserrad der Wasserkunst herangeführt

Blinde Menschen an die Welt der Sehenden heranzuführen ist unter anderem das Bestreben des Ombudsmannes für behinderte Menschen des Kreises Paderborn, Siegfried Schröder.
In diesem Sinne organisierte er einen Besuch bei der Firma Lödige, als das Wasserrad noch dort war.
„Blinde Menschen sehen mit den Händen“, weiß Siegfried Schröder, „doch viele Dinge, die sehende Menschen aus sicherer Entfernung mit den Augen wahrnehmen, können bei Berührung mit den Händen zu Verletzungen führen, wie z.B. laufende Maschinen.“ Die berührungssichere Absicherung solcher Gefahrenquellen durch Zäune oder Glaswände ließen sie aber aus dem Erfahrungsbereich blinder Menschen verschwinden.
Im westlichen Paderquellgebiet wird derzeit ein Funktionsmodell der mittelalterlichen Stadtwasserkunst installiert. Im Vorfeld bot sich die Chance für Schröder, sich an dem dazu gehörigen Wasserrad mit interessierten blinden Bürgen bei der Firma Lödige Maschinenbau gefahrlos „taktile Eindrücke“ zu verschaffen.
Dazu gehörte auch, das Zusammenspiel mit eine Kolbenpumpe zu begreifen, die an das Wasserrad angeschlossen wird. Die besondere Herausforderung dabei sei, so Schröder, den Übergang der Drehbewegungsenergie des Wasserrades in eine lineare Hubbewegung der beiden Pumpenzylinder begreifbar zu machen. „Hier musste dann ein Holzmodell helfen“, sagt Schröder und weist darauf hin, dass auch gewisse handwerkliche Fähigkeiten in seiner Funktion sehr hilfreich sein können.
Anschließend konnte in der Dreherei Wiechmann-Vieth in Bentfeld auch die Kolbenpumpe im Original „begriffen“ werden.

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Siegfried Schröder erläutert das Holzmodell.

Foto: Stefan Holtemeyer

Paderfreunde-Vorstand mit größtmöglichem Rückenwind

Wasserkunst-Projekt bisheriger Höhepunkt der Vereinsarbeit

Das bestimmende Thema der Jahreshauptversammlung des Vereins „Freunde der Pader“ war die jetzt in Angriff genommene Errichtung des Funktionsmodells der historischen Wasserkunst.
„Das Wasserkunst-Projekt ist die größte Herausforderung unserer bald fünfjährigen Vereinsgeschichte“, sagte der Vorsitzende Dietrich Honervogt. Wenn alles nach Plan läuft, soll sich das Mühlrad im Sommer drehen und eine neue Attraktion an der Börnepader im westlichen Paderquellgebiet unterhalb des Abdinghofes sein.
Toni Wiethaup vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen erläuterte im Rahmen der Versammlung einige Details: „Das lange Jahre an der Börnepader installierte Bronzerelief, mit dem man die Anlage der Wasserkunst in der Stadt überblicken konnte, wird derzeit überarbeitet und im Laufe der Neugestaltung wieder in der Nähe des alten Standortes platziert.“ Die Steuerung des Wasserflusses im Bereich der Paderquellen sei für die Bauarbeiter eine große Herausforderung, da das Gesamtsystem des quellenden und fließenden Wassers nicht gefährdet werden darf.
Dr. Frank Becker, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen, referierte über aktuelle Entwicklungen der Flusslandschaft Pader im Rahmen des Nationalen Projektes des Städtebaus: „Wir wollen und werden die wilde und die Erlebnispader im Stadtgebiet in Einklang bringen und den gesamten Bereich links und rechts des Flusses in seiner Attraktivität steigern.“
Bei derart interessanten Themen war die einstimmige Entlastung und Wiederwahl des Vorstands mit Dietrich Honervogt als Vorsitzendem, seiner Stellvertreterin Emanuela Freiin von Branca und der Kassiererin Claudia Warnecke reine Formsache.

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Der alte und neue Vorstand der Paderfreunde. V. l.: Claudia Warnecke, Dietrich Honervogt und Emanuela Freiin von Branca.

Foto: Heiko Appelbaum

Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro für die Freunde der Pader

NRW-Stiftung überreicht Förderzusage für den Bau einer Wasserkunst im Paderquellgebiet

Paderborn: Einen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro stellt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung dem Verein Freunde der Pader e. V. für den Bau einer Wasserkunst zur Verfügung. Um einen Anreiz für weitere Spenden zu schaffen, verdoppelt die NRW-Stiftung alle weiteren eingeworbenen Gelder für dieses Vorhaben bis maximal 20.000 Euro. Die schriftliche Zusage überreichte jetzt Dr. Ute Röder, Mitglied im Vorstand der NRW-Stiftung, persönlich an den Vereinsvorsitzenden Dietrich Honervogt.
Die neue Wasserkunst mit Schaufelrad und Kolbenpumpe soll an historisch bezeugter Stelle an der Börnepader im Paderquellgebiet entstehen und die frühere Wasserversorgung der Stadt veranschaulichen. Bereits 1523 wurde an der Börnepader die erste Wasserkunst in Betrieb genommen. Als Wasserkunst bezeichnete man zur damaligen Zeit technische Anlagen, die Wasser künstlich verteilen konnten. Damit gab es im 16. Jahrhundert in Paderborn eine erste öffentliche Wasserversorgung. Ihre Bedeutung für die Wasserversorgung verloren die Kümpe erst im 19. Jahrhundert. Neben dem Liboriuskump sind heute noch zwei alte Kümpe vor dem Rathaus und dem Franziskanerkloster erhalten.
„Das Engagement der Paderfreunde für dieses wichtige Kapitel der Stadtgeschichte unterstützt die NRW-Stiftung gerne“, so Röder bei ihrem Besuch in Paderborn. Die Freunde der Pader möchten mit der Rekonstruktion einer Wasserkunst auch die Attraktivität des Paderquellgebiets als Naherholungsgebiet erhöhen.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz Heimat- und Kulturpflege wurde 1986 von der Landesregierung zum 40. Geburtstag des Landes NRW gegründet. Sie hilft gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und ehrenamtlichen Gruppen, die sich in NRW für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege einsetzen. Rund 2.600 Natur- und Kulturprojekte konnte die NRW-Stiftung seit ihrer Gründung unterstützen. Das Geld für ihre Förderungen erhält sie überwiegend aus Lotterieeinnahmen von Westlotto, aber auch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.

Quelle: Pressemitteilung der NRW-Stiftung vom 3.3.2016

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Dr. Ute Röder (Mitte) überreicht die Förderzusage im Beisein von Claudia Warnecke (rechts) an Dietrich Honervogt.

Foto: Heiko Appelbaum

Archiv

  • Ein Beitrag von Jochem Schulze von der Neuen Westfälischen vom 28.11.2016 über Hans-Jürgen von der Wense
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  • Zeitungsartikel "Westfälisches Volksblatt" vom 05.03.2016
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  • Zeitungsartikel "Neue Westfälische" vom 04.03.2016
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  • Zeitungsartikel "Neue Westfälische" vom 18.07.2015
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  • Zeitungsartikel "Westfälisches Volksblatt" vom 18.07.2015
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  • Zeitungsartikel "Westfälisches Volksblatt" vom 14.05.2015
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  • Zeitungsartikel "Neue Westfälische" vom 23.03.2015
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  • Zeitungsartikel "Westfälisches Volksblatt" vom 17.02.2015
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  • Pressemitteilung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) "Gewässer des Monats Februar 2015"
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  • Pressemitteilung 'Freunde der Pader' vom 16.07.2013
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  • Zeitungsartikel 'Neue Westfälische' vom 11.07.2013
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  • Zeitungsartikel 'Westfälisches Volksblatt' vom 09.07.2013
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  • Zeitungsartikel 'Neue Westfälische' vom 08.07.2013
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