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Presse

Die Pader vereint Generationen und wird immer vielfältiger – Paderfreunde werben mit erweitertem Vorstand für den einzigartigen Fluss
Vorstand und Vortragende bei der Paderfreunde-Mitgliederversammlung (v. l.): Brigitte Zacharias, Prof. Dr. Matthias Bauer, Dr. Frank Becker, Sophia Relard, Dietrich Honervogt, Peter Völse, Prof. Dr. Eva Blumberg, Claudia Warnecke und Sophia Trollmann. Foto: Heiko Appelbaum

Die Pader vereint Generationen und wird immer vielfältiger – Paderfreunde werben mit erweitertem Vorstand für den einzigartigen Fluss

20.10.2025

Die Pader hat der Stadt an ihren Quellen nicht nur den Namen beschert. Der kürzeste Fluss Deutschlands ist für viele Paderbornerinnen und Paderborn identitätsstiftend. Das Fließgewässer hat sich in den vergangenen Jahren als bedeutender Kultur- und Naturort etabliert und zieht Menschen jeden Alters an. Über das große Interesse am quellenreichen Fluss kann sich der Verein der Freunde der Pader dementsprechend nicht beklagen.

Die alljährliche Mitgliederversammlung wurde jetzt zu einer Zusammenkunft von Gleichgesinnten. „Unsere Pader vereint die Stadtgesellschaft. Sie bringt Menschen zusammen“, fasste der Vereinsvorsitzende Dietrich Honervogt in den Räumen der Volkshochschule einführend zusammen.
Aktiv waren die Paderfreunde in der Vergangenheit etwa im Rahmen einzelner Baumpflanzaktionen im Tornadoschadensgebiet an den Paderquellen. Für die kommenden Monate stellte der Vorsitzende eine „exklusive Baustellenführung durch den Geißelschen Garten und das Urbane Gartendenkmal“ in Aussicht: „Hier wird in naher Zukunft eine weitere Aufwertung zweier Kernareale erfolgen und wir werden das mit großem Interesse begleiten.“
Dass Paderborn mit der einzigartigen Flusslandschaft nach Höherem strebt, wird an der Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel deutlich. „Wir haben schon manche Hürde genommen und jetzt warten wir auf die finale Entscheidung aus Brüssel“, machte Claudia Warnecke aus dem Paderfreunde-Vorstand deutlich. Einen neuen Paderfreund hat der Verein jetzt für den Vorstand gewonnen. Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn, wurde einstimmig in das Gremium gewählt. Maximale Einigkeit gab es auch bei der Bestätigung der anderen Vorstandsposten. Dietrich Honervogt bleibt Vorsitzender. Ihm stehen als Stellvertreter Peter Völse, als Kassierer Dr. Frank Becker sowie als Beisitzerin Claudia Warnecke weiterhin zur Seite.
Im informativen Teil der Versammlung ging Brigitte Zacharias vom Projektteam „Stadt. Mensch. Fluss. Die Pader für Europa“ näher auf die Kulturerbe-Siegel-Bewerbung ein: „Die finale Entscheidung erwarten wir für den 1. März 2026.“ Desungeachtet laufen die Planungen für das neue Paderinformationszentrum im neuen Stadthaus weiter. Dieses wird es in jedem Fall – also auch ohne Siegel – geben.
Die Pader ist zudem als schulisches Bildungselement von Bedeutung. Prof. Dr. Eva Blumberg, Universität Paderborn, AG Didaktik des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts, sowie ihre Mitarbeiterin Sophia Relard gaben Einblicke in eine aktuelle Unterrichtsausarbeitung für den Sachunterricht an Grundschulen zum Thema: „Sachunterricht rund um die Pader“. Ziel sei es, den Naturraum dergestalt aufzuarbeiten, dass er Eingang in die Schulen findet. Dazu hat die Wissenschaftlerin mit ihrem Team eine Unterrichtseinheit für Grundschulen entwickelt und evaluiert. Bis 2026 soll ein vielfältiger außerschulischer Lernort entstehen.
Einen Rückblick auf die Tatort Paderborn-Ausstellung „Der Fluss bin ich“ lieferte die Kuratorin Sophia Trollmann. Im Vorfeld sei eine Struktur mit zehn künstlerischen Positionen an 20 Standorten zwischen Quellen und Mündung der Pader entstanden – das internationale Flusskunstprojekt sei sehr erfolgreich gewesen. Abschließend formulierte Dietrich Honervogt ein Fazit: „Mit der Pader wird es niemals langweilig – und der Verein der Freunde der Pader ist dankbar für jede Form der Kreativität. Wir freuen uns darüber und darauf, dass „unser“ Fluss immer mehr Menschen begeistert.“

Rechtliches

Spendenkonto

Spendenkonto für das Projekt
„Wiederaufbau Paderquellgebiet“:

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Stichwort „Paderquellgebiet“

Paderborns Besonderheit

Paderborn verdankt seine Existenz und seinen Namen bekanntermaßen einem außergewöhnlichen Naturphänomen: Am Fuß eines Geländevorsprungs quillt aus mehr als 200 Quellen eine Wassermenge von bis zu 9.000 Litern pro Sekunde hervor. Die Stadt ist deshalb also nicht wie andere Orte am, sondern auf dem Wasser errichtet.